Energiewende beginnt im Klassenzimmer: HTL Hollabrunn und LBS Stockerau arbeiten mit W.E.B zusammen – praxisnahe Ausbildung für die Energiezukunft
Während über Energiewende, Strompreise und Netzausbau diskutiert wird, entscheidet sich ein Teil der Energiezukunft ganz woanders: in Werkstätten und Labors der Region. In der HTL Hollabrunn und der LBS Stockerau stehen künftig Photovoltaik-Wechselrichter zur Verfügung, die von W.E.B für Unterrichtszwecke bereitgestellt wurden.
Technik aus der Praxis
Wechselrichter sind zentrale Komponenten von Photovoltaikanlagen. Sie wandeln den von Solarmodulen erzeugten Gleichstrom in netzfähigen Wechselstrom um – erst dadurch wird Sonnenenergie im Alltag nutzbar.
In der HTL Hollabrunn werden angehende Technikerinnen und Techniker unter anderem in Elektrotechnik, Mechatronik und Wirtschaftsingenieurwesen ausgebildet. Praxisorientierter Unterricht ist dort fixer Bestandteil des Konzepts. Mit dem zusätzlichen Gerät können Schülerinnen und Schüler reale Industriekomponenten analysieren und technische Abläufe noch genauer nachvollziehen.
Auch die LBS Stockerau setzt auf eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis. Als Landesberufsschule begleitet sie Lehrlinge in ihrer dualen Ausbildung. Viele von ihnen arbeiten bereits in Elektro- und Gebäudetechnikbetrieben und sind später direkt auf Baustellen oder bei Energieanlagen im Einsatz. Der nun bereitgestellte Wechselrichter erweitert die Möglichkeiten im fachpraktischen Unterricht.
Fachkräfte für eine wachsende Branche
Der Bedarf an qualifizierten Fachkräften im Bereich erneuerbare Energien steigt kontinuierlich. Planung, Installation, Wartung und Weiterentwicklung von Energieanlagen erfordern fundiertes technisches Know-how – sowohl auf Ingenieur- als auch auf Facharbeiterebene.
Hier setzt die Zusammenarbeit mit W.E.B an. Das niederösterreichische Energieunternehmen stellt Komponenten aus der Praxis zur Verfügung und stärkt damit gezielt die Ausbildung in der Region. „Die Energiewende braucht nicht nur leistungsfähige Technologien, sondern vor allem gut ausgebildete Menschen, die sie verstehen und anwenden können“, heißt es vonseiten des Unternehmens.
Die Kooperation zeigt, wie Schule und Wirtschaft ineinandergreifen können: Während in Hollabrunn und Stockerau das technische Fundament gelegt wird, kommt die Praxis aus der regionalen Energiewirtschaft.
Denn ob in Planung, Montage oder Betrieb – die Energiewende wird letztlich von jenen umgesetzt, die heute in Hollabrunn und Stockerau ausgebildet werden.
Fotocredit: W.E.B.
